Google Core Web Vitals Update: Ersetzung von FID durch INP im Fokus
January 31, 2024

Im März 2024 steht eine bedeutende Änderung im Bereich der Core Web Vitals von Google an: Die bisherige Metrik First Input Delay (FID) wird durch die neue Metrik Interaction to Next Paint (INP) ersetzt. Dieser Schritt ist von großer Relevanz für Website-Betreiber und SEO-Experten, da die Core Web Vitals ein wesentlicher Faktor für das Ranking in den Suchergebnissen von Google sind.
Was sind Core Web Vitals?
Die Core Web Vitals sind ein von Google definierter Satz von Metriken, die die Benutzererfahrung auf Webseiten messen sollen. Sie umfassen Aspekte wie die Ladezeit (Largest Contentful Paint, LCP), die Interaktivität (First Input Delay, FID) und die visuelle Stabilität (Cumulative Layout Shift, CLS). Diese Metriken sind Teil des "Page Experience Signals", welches das Ziel verfolgt, Nutzern ein besseres Surferlebnis durch schnelle und reaktionsfähige Webseiten zu bieten.
Die Einführung von Interaction to Next Paint (INP)
Interaction to Next Paint ist eine Weiterentwicklung der bestehenden Metrik FID und wurde im Zuge der ständigen Anpassung und Verbesserung der Nutzererfahrung entwickelt. INP misst die Zeit, die zwischen einer Benutzerinteraktion mit einer Webseite und dem darauffolgenden visuellen Update, dem sogenannten "Next Paint", vergeht. Hierbei werden alle oder fast alle Interaktionen des Benutzers berücksichtigt und ein Durchschnittswert gebildet.
Warum wurde INP eingeführt?
Die bisherige Metrik FID hat lediglich die Verzögerung gemessen, die entsteht, wenn ein Nutzer zum ersten Mal mit der Seite interagiert. Diese Messung war begrenzt, da sie nur die erste Interaktion berücksichtigte und die Verzögerungen bei nachfolgenden Interaktionen nicht einbezogen wurden. INP schließt diese Lücke, indem es die Reaktionszeit auf sämtliche Interaktionen des Nutzers misst und somit ein genaueres Bild der Interaktivität liefert.
Was bedeutet die Umstellung für Website-Betreiber?
Die Umstellung auf INP bedeutet für Website-Betreiber, dass sie ihre Seiten hinsichtlich der neuen Metrik optimieren müssen, um im Ranking gut abzuschneiden. Google empfiehlt, dass eine gute INP-Zeit unter 200 Millisekunden liegen sollte, wobei Zeiten zwischen 200 und 500 Millisekunden noch akzeptabel sind. Werte über 500 Millisekunden gelten als problematisch und sollten verbessert werden.
Wie können Websites für INP optimiert werden?
Um die INP-Werte zu verbessern, sollten Webentwickler und SEO-Experten zunächst die langsam reagierenden Elemente auf ihrer Webseite identifizieren. Tools wie Chrome DevTools oder Real User Monitoring (RUM) können dabei helfen, die Bereiche zu erkennen, die optimiert werden müssen. Wichtige Maßnahmen können beispielsweise das Reduzieren von JavaScript-Execution Time, das Vermeiden von zu großen DOM-Bäumen oder das Implementieren von Lazy Loading sein.
Zusätzlich ist es wichtig, dass Webseitenbetreiber bereits heute mit der Optimierung beginnen, da die INP-Metrik bereits in der zweiten Jahreshälfte 2023 in die Core Web Vitals Reports von Google Search Console integriert wird. So können Website-Betreiber rechtzeitig erkennen, wo Handlungsbedarf besteht und entsprechende Anpassungen vornehmen.
Fazit
Die Einführung von INP als neue Metrik im Rahmen der Core Web Vitals ist ein entscheidender Schritt von Google, um die Benutzererfahrung im Internet weiter zu verbessern. Für Website-Betreiber bedeutet dies, dass sie ihre Seiten kontinuierlich anpassen und optimieren müssen, um den Anforderungen von Google gerecht zu werden und im Ranking nicht abzufallen. Die frühzeitige Auseinandersetzung mit INP und die proaktive Optimierung der eigenen Webseite können sich positiv auf die Benutzererfahrung und damit auch auf das Ranking auswirken.