Zielgruppenausrichtung bei Google Ads: Zwischen Automation und gezielter Steuerung
February 22, 2024

Standortzielgruppen in Google Ads: Ein Gleichgewicht zwischen Automatisierung und Kontrolle
In der Welt des Online-Marketings ist die präzise Ausrichtung von Werbeanzeigen auf die richtige Zielgruppe entscheidend für den Erfolg einer Kampagne. Google Ads bietet Werbetreibenden fortschrittliche Tools zur Standortzielgruppe, die eine feine Abstimmung zwischen automatisierter Algorithmus-Steuerung und manueller Einflussnahme ermöglichen. Dieser Artikel beleuchtet die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich aus der Balance zwischen Automatisierung und Kontrolle in der Standortzielgruppe von Google Ads ergeben.
Das richtige Maß an Automatisierung und manueller Steuerung zu finden, kann eine herausfordernde Aufgabe sein. Einerseits kann die Automatisierung von Google Ads dazu beitragen, den Managementaufwand zu reduzieren und die Effizienz zu steigern, indem Algorithmen basierend auf Leistungsdaten entscheiden, wo Anzeigen geschaltet werden. Andererseits kann eine zu starke Automatisierung dazu führen, dass Werbetreibende die Kontrolle über wichtige Aspekte ihrer Kampagnen verlieren, was möglicherweise nicht immer im besten Interesse ihres Geschäftsmodells liegt.
Ein zentraler Aspekt bei der Standortzielgruppe ist die Verfügbarkeit von Produkten oder Dienstleistungen in verschiedenen Regionen. Wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung in einer bestimmten Region nicht verfügbar ist, sollte diese Region von der Zielgruppe ausgeschlossen werden. Nichts ist für den Verbraucher frustrierender, als eine Werbung zu sehen, für ein Angebot, das in seiner Region nicht verfügbar ist. Zudem führt es zu verschwendeten Werbeausgaben für den Werbetreibenden.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Verbindung zwischen geografischen Zielen und lokalisierten Landing-Pages. Geotargeting wird auf Kampagnenebene eingestellt, während Landing-Pages auf der Ebene der Anzeigengruppe oder des Keywords festgelegt werden. Dies erfordert eine strategische Entscheidungsfindung.
Google bietet zwei Einstellungen für die Standortausrichtung: "Anwesenheit" und "Anwesenheit oder Interesse". "Anwesenheit" bedeutet, dass der Nutzer sich zum Zeitpunkt der Suche physisch in diesem Ort befindet. "Interesse" bedeutet, dass der Nutzer Interesse an einem Bereich gezeigt hat, auch wenn er sich physisch nicht dort befindet. Google empfiehlt eine breitere geografische Zielgruppenausrichtung als Best Practice.
Es kommt jedoch vor, dass Werbetreibende aufgrund von Leistungsunterschieden zwischen verschiedenen Standorten Anpassungen vornehmen müssen. Wenn ein Unternehmen geografisch aufgebaut ist und Budgets entsprechend zugewiesen werden, macht es Sinn, gezielte Kampagnen einzurichten. Dies ermöglicht die Kontrolle des Budgets auf Kampagnenebene. Andererseits kann Google Ads, wenn Daten über mehrere Regionen aggregiert werden, entscheiden, wie diese Budgets basierend auf den wahrscheinlichsten Konvertierungen zugewiesen werden.
Echte Beispiele zeigen, dass geografisches Targeting in beide Richtungen funktionieren kann. Ein Lead-Generierungsunternehmen mit regional zugewiesenen Budgets konnte feststellen, dass durch die Konsolidierung von Kampagnen und die Entfernung regionaler Budgetzuweisungen erhebliche Verbesserungen erzielt wurden. Die Kosten pro Akquise sanken um 32%, und die Anzahl der Leads stieg um 26%.
Die Leistungsunterschiede zwischen verschiedenen Unternehmen erfordern oftmals eine Neuverteilung der Ausgaben oder deren Entfernung aus bestimmten Regionen. Die Daten zeigen, dass die fünf besten und schlechtesten Bundesstaaten basierend auf den Kosten pro Konversion und den Ausgaben fünffach unterschiedlich sein können.
Wenn das Budget klein ist oder die Daten für bestimmte Staaten begrenzt sind, wird eine präzise Datenanalyse umso wichtiger. Daten sind der Schlüssel zu besseren und schnelleren Entscheidungen, insbesondere wenn es um Geotargeting geht.
Die Optimierung des Geotargetings in Google Ads ist entscheidend für die Effizienz und Effektivität der Kampagnen. Es gibt keinen universellen Ansatz. Das richtige Gleichgewicht zwischen automatisierter algorithmischer Zielgruppenausrichtung und manueller Kontrolle hängt von Ihrem Geschäft, Ihren Produkten/Dienstleistungen, lokalen Anforderungen, Leistungsdaten und Tests ab.
Daten sollten den Optimierungsprozess leiten und auf die ideale Mischung aus Automatisierung und granularer Standortkontrolle abzielen. Durch Analyse und Tests können Sie die Geotargeting-Tools nutzen, um die Kapitalrendite zu erhöhen und Ihre Marketingziele zu erreichen.
In der heutigen Zeit, in der Automatisierung und KI im PPC-Landschaft prominent sind, ist es entscheidend, den richtigen Ausgleich zwischen notwendiger Kontrolle und dem Vertrauen in die Automatisierung von Google für Ihre PPC-Konten zu finden, um eine erfolgreiche bezahlte Suchstrategie zu gewährleisten.